JOB
"Wie treibe ich meine Kollegen in den Wahnsinn":
1.Verlassen Sie den Kopierer Ihrer Firma stets mit den Einstellungen 200%,Din A3, 99 Kopien.
2. Füllen Sie vier Wochen lang entkoffeinierten Kaffee in die Kaffeemaschine. Haben die Kollegen ihre Koffein-Sucht überwunden, steigen Sie ohne Vorwarnung auf eine Ultra-Mischung starken Espressos um.
3. Schreiben Sie in die Betreffzeile jeder E-Mail entweder "Angebot zum Partnertausch" oder aber "Der Betriebsrat ist Dir auf der Spur".
4. Desinfizieren Sie Ihren Arbeitsplatz mit Sagrotan, nachdem ein Kollege Ihren Schreibtisch berührt hat.
5. Jedes Mal, wenn ein Kollege Sie um etwas bittet, fragen Sie ihn, ob er auch Pommes dazu haben möchte.
6. Probieren Sie aus, wie Sie mit einem Stift oder Lineal auf Ihrem Schreibtisch quietschende Geräusche erzeugen können, die bei Ihren Kollegen Gänsehaut oder Kopfschmerzen verursachen.
7. Suchen Sie die irrelevantesten und langatmigsten Texte im Internet und schicken Sie diese mit der Bemerkung "Das dürfte euch interessieren" per Mail an Ihre Kollegen weiter.
8. Beenden Sie jeden Satz mit "Amen" oder "Das habe ich in meiner Vision gesehen".
9. Machen Sie Ihren Kollegen mitten im Gespräch klar, dass die Konversation beendet ist, indem Sie die Hände über die Ohren legen.
10. Rufen Sie laut Zufallszahlen, wenn einer Ihren Kollegen gerade am Zählen ist.
11. Stellen Sie einen Mülleimer auf Ihren Schreibtisch und beschriften Sie ihn mit "Posteingang".
12. Stellen Sie Ihren Kollegen mysteriöse oder zweideutige Fragen und notieren Sie ihre Antworten in einem Heft, auf dem Sie groß "Psychologische Profile" geschrieben haben.
13. Üben Sie das Nachahmen der Fax- und Modemgeräusche. Für Könner: Imitieren Sie die Mail-Benachrichtigung Ihres nächsten Kollegen.
14. Setzen Sie sich in der Kantine immer allein an den größten freien Tisch und schicken Sie alle Kollegen mit dem Hinweis "Ich erwarte noch jemanden aus Hollywood" weiter.
15. Wiederholen Sie mit wirrem Blick regelmäßig diesen Dialog mit sich selbst: "Hörst Du auch diese Stimmen?" "Welche Stimmen?" "Jetzt höre ich Sie auch nicht mehr...".
16. Rufen Sie beim Einsteigen in den Firmen-Fahrstuhl jedes mal laut "Die Fahrscheine, bitte!"
17. SCHREIBEN SIE NUR IN GROßBUCHSTABEN.
18. schreiben sie nur in kleinen buchstaben.
19. ScHrEiBeN sIe AbWeChSeLnD GrOße UnD KlEiNe BuChStAbEn.
20. Benutzen Sie keine Punkte Kommas Ausrufe- oder Fragezeichen Egal wann oder wem Sie schreiben Benutzen Sie dabei möglichst auch gelbe Schrift auf weißem Grund.
21. Bestehen Sie auf die E-Mail-Adressen Mister30cm@firmenname.de oder Koenigin_der_Barbaren@firmenname.de
22. Schicken Sie pro Stunde mehrere E-Mails über den großen Verteiler, um Ihren Kollegen mitzuteilen, was Sie gerade machen. Zum Beispiel:" Wenn mich jemand sucht, ich bin auf Toilette."
23. Klatschen Sie mit den Händen die Melodie der deutschen Nationalhymne auf ihren aufgeblasenen Wangen. Wenn Sie fast fertig sind, sagen Sie "Nein, warte, ich habe es versaut" und fangen von vorne an.
24. Fragen Sie neue Kollegen als erstes, welches Geschlecht sie haben.
25. Tragen Sie eine Handpuppe bei sich und benutzen Sie diese, um mit Ihren Kollegen zu reden.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er so gut Arbeit delegieren kann.
Für aufwändige und nervige Aufgaben hat er halt wenig Zeit. Die habe ich zwar auch nicht, aber ich freue mich immer, wenn ich ihm Arbeit abnehmen kann. Schließlich muss ich auch mal lernen, alleine zu klar zu kommen, falls er mal krank ist.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er meine Arbeit richtig einschätzen kann.
Die bewertet er zum Glück nur als "unterer Durchschnitt". So bewahrt er mich vor einer Gehaltserhöhung. Mehr Lohn würde auch mehr Steuern bedeuten - die bleiben mir so erspart. Und außerdem bin ich ja auch nicht des Geldes wegen hier.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er mich nicht überfordert.
So stellt er mich niemals den wirklich wichtigen Menschen in unserer Firma vor. Namen verwirren mich. Außerdem habe ich kein Recht, irgendetwas zu wissen. Einzige Ausnahme: Wie mein Chef seinen Kaffee am liebsten trinkt.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... weil er so spontan ist.
Wenn er mir einen Auftrag erteilt, macht er ganz bestimmte Vorgaben. Wenn ich mich daran halte, fällt ihm am Ende meiner Arbeit meist ein, dass er es doch ganz anders haben möchte. Ich schäme mich dann immer ein bisschen, dass ich ihm nicht auch mal spontan eine Freude machen kann.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er so gut verkaufen kann.
Und zwar unsere Arbeit als seine eigene. Keine Idee, die er nicht elegant für sich verbucht; keine Präsentation, in der er nicht mit unseren Ergebnissen protzt. Aber letztlich gehen wir ja auch deshalb so motiviert zur Arbeit, damit unser Chef endlich die ersehnte Beförderung bekommt.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er so innovativ ist.
Dauernd hat er tolle Ideen, die er begeistert und ungefragt vorträgt. Dass man diese Ideen meist nicht umsetzen kann, ist doch nicht die Schuld vom Boss - schließlich hat er im Grunde keine Ahnung, woran wir den ganzen Tag arbeiten.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er so witzig ist.
Wenn er mit seinen geschniegelten Manager-Kollegen zusammenhockt, wird immer sehr viel gelacht und auf die Schenkel geklopft. Meist zeigen sie dabei mit dem Finger auf mich oder werfen mir mitleidige Blicke zu. Ich finde es schön, zur allgemeinen Erheiterung beizutragen.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er sich traut, Fragen zu stellen.
Leider aber immer wieder dieselben. Denn eine Lernblockade verhindert, dass er sich einmal Erklärtes dauerhaft merken kann. Doch weil ich ewige Wiederholungen liebe, macht es mir auch Spaß, meinen halben Arbeitstag für seine Nachhilfestunden zu reservieren.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er so besorgt ist.
Zumindest um sich selbst: Immer dann, wenn wir in der Schusslinie stehen, geht er gekonnt in Deckung. Um ihn herum gibt es zwar das eine oder andere Opfer, aber als oberster General muss er schließlich zuerst ans eigene Überleben denken. Was wäre die Truppe sonst ohne ihn?
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er sich an meinen Namen erinnern kann.
Und diesen in der Vorstandsetage im richtigen Moment ins Gespräch bringt. Nämlich immer dann, wenn es schlecht läuft. Oder wenn er einen Sündenbock braucht. Ich bin begeistert davon, wenn mein Name der meistgenannte in sämtlichen Krisengesprächen ist.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er mir eine neue Heimat gegeben hat.
Er selbst muss leider schon immer sehr früh nach Hause gehen (schließlich ist er ja auch erst spät gekommen). Aber dank immer neuer Aufgaben darf ich meist länger im Büro bleiben. Ich hätte auch gar keinen anderen Ort, an dem ich lieber wäre, um irgendwas anderes zu tun.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er so flexibel ist.
Er kommt und geht, wie es ihm passt - ohne Bescheid zu sagen. Terminplanung wird dadurch zwar unmöglich, steigert aber dafür meine Fähigkeit zur Spontaneität und Improvisation. Und es bietet mir die einmalige Chance meine Kreativität zu trainieren, wenn jemand nach ihm fragt.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er still und verschwiegen ist.
Wenn ich meine Arbeit gut mache, behält er es dankenswerter Weise für sich und erzählt es keinem weiter. Ansonsten würde mir ja auch eine Beförderung oder gar Gehaltserhöhung drohen. Aber mein Chef weiß das zum Glück zu verhindern.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er stets zur Stelle ist und immer hinter mir steht.
Und zwar immer genau dann, wenn ich dringende Aufgaben zu erledigen habe. Dann kommt er alle zehn Minuten ins Büro um zu überprüfen, wie weit ich bin. Das hilft wirklich. Und macht fast gar nicht nervös. Ich kann ja schließlich auch viel besser arbeiten, wenn er die ganze Zeit hinter mir steht und jedes Komma einzeln kommentiert.
Ich liebe meinen Chef, weil ...
... er weiß, dass ich nur unter Druck so richtig
gut arbeite.
Deshalb gibt er mir die wirklich dringenden Aufträge auch nicht gleich zu Arbeitsbeginn. Das wäre ja zu einfach! Nein, er wartet damit bis kurz vor Feierabend und ermöglicht mir so wieder süße Überstunden.
Deshalb liebe ich meinen Chef !!!